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Füllung

Füllung

 

Richtiges Füllen eines Hochbeetes

 

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Hochbeet zu füllen. Wenn sie das Hochbeet füllen wie einen Komposter, z.B. mit Gemüse- und Strauchabfällen, Laub, Reisig und anderen Gartenabfällen, lassen sich zwar im ersten Jahr tolle Ergebnisse erzielen, doch müssen Sie in den darauf folgenden Jahren den Aufbau immer wieder erneuern, da die Füllung um 10-20 cm im Jahr absackt. Dies ist ein klassischer Nährhumus. Er besteht aus organischen Stoffen, die im Boden rasch abgebaut und auch ausgeschwemmt werden. Dazu gehören Wurzeln abgeernteter Feldfrüchte, Ernterückstände, Gründüngung, organische Dünger und die Körpersubstanz abgestorbener Bodenorganismen. Eine Erneuerung der Füllung hätte zudem eine Beeinträchtigung der Mikroorganismen zur Folge, die in jeder Bodenschicht leben. Daher ist anzustreben, einen Dauerhumus herzustellen. Dieser wird nur sehr langsam abgebaut. Er wird aus organischen Substanzen durch Bodentiere und Mikroorganismen gebildet. In Verbindung mit Tonmineralien entstehen Kolloide, die Wasser und Nährstoffe binden können. Dauerhumus ist ein wesentliches Bau- und Stabilisierungselement des Bodens. Er stellt den größten Teil der organischen Substanz eines Bodens und verursacht die dunkle Färbung eines humosen Bodens. Durch seine Eigenschaften bestimmt der Dauerhumus maßgeblich die Bodenfruchtbarkeit.

Hertha Kalaus-Zimmermann, Pionierin für den Bau von Hochbeeten, schlägt folgende Füllung vor, die sich bereits vielfach bewährt hat:

Schichten Sie vorzugsweise Stammabschnitte von Hartholz (Obst- und Laubholz) in die untere Hälfte des Hochbeetes. Dabei unbedingt Randabstand einhalten und locker ausstopfen/ausdämmen, besonders bei trockenem Holz, damit sich das Holz später ausdehenen kann und das Hochbeet keinen Schaden nimmt!

 

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Die verbleibenden Zwischenräume werden mit Hilfe von Wasser mit Maurersand eingeschlemmt und somit gefüllt.

Die Hartholzschicht verrottet nur sehr langsam und bietet somit wichtigen Mikroorganismen eine gute Grundlage.

Für die zweite Schicht kann man wahlweise gut abgelagerten Mist mit Erde mischen und einfüllen.

Den Rest des Hochbeetes füllt man mit Humus und Kompost auf. Die Konsistenz sollte sehr locker sein. Dafür sorgt guter Kompost und eine Beimischung von Kokosfaser, welche zusätzlich die Feuchtigkeit speichert.

Auch Vulkangesteinsmehl und Hornspäne sind eine Bereicherung für den Boden.

Legen Sie bitte zwischen die einzelnen Schichten kein Vlies und keine Folie. So kann Ihnen Ihr bester Gartenhelfer, der Regenwurm, zu guter und lockerer Erde verhelfen.

 

Eine Beschreibung bekommen sie auch mit unserer Aufbauanleitung für das STIMA Hochbeet.

 

Weitere Informationen und Produkte zur Füllung werden bald folgen.

Vorab empfehle ich die bisherigen Hinweise und Produktempfehlungen von Manfred Stiebler auf www.stima-hochbeet.de

Dort können Sie auch das Buch "Hochbeete" zum Thema von Brigitte Kleinod und Manfred Stiebler bestellen.